1961 bis Heute

Werdegang der 69er Ehrenbreitstein

!Über 60 Jahre Brauchtum!



1961 gründete sich aus der kath. Arbeiterbewegung (KAB) und dem Kirchenchor die erste Kompanie, in Untereicken, anlässlich einer Kirchenchorprobe im Lokal Georg Schneider (Ecke Künkel-/Eickener Straße), Freitagabend gegen 22:30Uhr, bei einem Glas Bier. Vierzehn Tage später war man sich einig; die Kompanie brauchte einen Namen.

Die „69er Ehrenbreitstein“ erinnern mit ihrem Namen an das

rheinische Infrantrie-Regiment 69,

das ehemals in Ehrenbreitstein (bei Koblenz) und Trier stationiert war und bei dem damals viele Gladbacher stationiert waren.

Vorsitzender der Kompanie wurde Wilhelm Metzer.

Wie beschlossen trugen die 69er bei offiziellen Auftritten eine blaue Uniformen mit rotem Besatz an Kragen und Armen, die zum größten Teil geliehen wurden, mit „Krätzken“ und/oder Pickelhaube, sowie weiße Hosen, später trugen einige Mitglieder auch einen schwarzen Zweispitz mit rotem Federbusch.

1962 fanden bereits regelmäßige Treffen in der Gaststätte Toni Wilms statt, irgend einen Grund gab es immer. So z. B. Rauchabende; bei solchen Treffen bekam jeder Anwesende, auch die Frauen, eine Tonpfeife und eine Tabakdose auf den Tisch. Es werden wohl nicht alle geraucht haben, aber wer weiß…

1963 gab es dann erste Überlegungen sich am Winterbrauchtum zu beteiligen, kurzer Hand wurde eine Tanzgruppe kreiert, so eine Art Funken, natürlich mit Tanzpaar. Die Rolle des Funkemariechens übernahm Peter Janhsens und die des Tanzoffiziers Hans Scheeres.

Ein richtiger Schützenverein braucht eine Fahne, da waren sich alle einig. Doch Fahnen waren damals schon nicht so einfach und vor allem nicht günstig zu bekommen. Auch hier war schnellstens für Abhilfe gesorgt, auf ein Bettuch wurde auf der einen Seite ein Adler und auf der anderen die Kirche gemalt, Gründungsjahr drauf, fertig. (Diese Fahne ist hier und heute noch zu bestaunen, wenn auch nicht ganz unbeschadet)

Im gleichen Jahr sollte die erste selbständige Nachkriegskirmes gefeiert werden. Eine schwere Geburt, aber gerade diese Schwierigkeiten schmiedeten die Menschen zusammen. Es wurde ein kleines Zelt aufgestellt, welches eigentlich für den Kleingartenverein gedacht war, und bei der Abnahme fehlte natürlich der entsprechend vorgeschriebene Notausgang. Dieser wurde ganz schnell und unkonventionell mit Kreide an einer für einen Notausgang geeigneten Stelle aufgemalt.

1964 hatten die 69er bereits viele Gastauftritte unter anderem bis nach Aachen. Also, kurz gesagt sie waren schon über die Grenzen Eickens hinaus bekannt und zwar ganz ohne Funk und Fernsehen.

1965 krönten die 69er ihren ersten König es war Toni Majeur, er kam zu Königswürden weil er von den anderen Mitgliedern ausgeguckt wurde, ja richtig ausgeguckt. Das es ausgerechnet ihn getroffen hatte war eigentlich naheliegend, denn sein Beruf war Brauereivertreter.

Zu dieser Zeit nahm das Schicksal seinen Lauf und es wurde üblich, das die Männer marschieren und die Frauen arbeiten (Frühstück herrichten). Man kann also in der heutigen Zeit getrost von Tradition sprechen.

1966 wurde mit den 69ern der Verein zur Brauchtumspflege Eicken gegründet, um mehr Bürger für das Schützenwesen zu interessieren. Auch wurden freundschaftliche Bande zu gleichgelagerten Vereinen geknüpft, die zum Teil bis heute noch bestehen.

Die Kirmes in Untereicken erhielt den Namen „Bäukirmes“ in Anlehnung an die ländliche Struktur der früheren Zeit.

Ab da wurde auch der König nicht ausgeguckt sondern es wurde geputzt.

Vogel putzen – das ist leicht erklärt:

Es wurde ein Vogel auf eine Tafel gezeichnet.

Auf verdeckter Tafel durfte jedes Kompaniemitglied

mit einem 5x5cm Schwamm 1x horizontal oder

diagonal wischen. Wer den letzten Kreidestrich aus

geputzt hatte war König.

Josef Jütten hatte den letzten Kreidestrich ausgeputzt und war somit König 1966.

Zitat – Erich Spenrath: „Das Trinken war schwieriger als das putzen“

(Bierpreis: 40 Pfennig)

Bevor es zur Aufstellung des ersten großen Zeltes auf dem Kirmesplatz an der Hohenzollernstrasse kam musste der Verein 3000,– DM hinterlegen. Was für den damaligen Kassenwart kein Problem darstellte wenn man bedenkt das das vorherige Zitat von ihm war.

Die komplette Zeltbewirtung wurde selbst organisiert und ausgeführt. Also wurde gezapft, gekellnert und gespült, letzteres mangels Wasseranschluss in einer Zinkbadewanne. Beim ausgießen des zu erneuernden Spülwassers war klar zu erkennen, dass das ein oder andere Glas zu Bruch gegangen sein musste, da das Wasser leicht blutversetzt war.

1967 hatte Willi Hamanns gut geputzt und war König.

In diesem Jahr baute Hermann Sell für den Verein eine Kanone, welche mit einem Schlag sechs Patronen verschoss. Die Kanone musste von sechs Männern gezogen werden und wurde natürlich zur Parade mitgenommen. (Hier bei den ausgestellten Fotos findet man bestimmt auch eins von dieser Kanone, Marke: Eigenbau)

´67 war auch das Geburtsjahr von Harvey. Der Träger und Erfinder von „diesem“ Harvey war der damalige Spieß der Kompanie, Manfred Fabritz. In diesem Fall war Harvey ein kleiner Stoffhase und kein zweimeterundfünfzehneinhalb großer „Puka“ ansonsten allerdings wurde Harvey genauso behandelt wie sein großer Namensvetter aus dem Hollywoodklassiker „Mein Freund Harvey“.

Bei jedem Auftritt war er dabei, ihm wurde überall ein Platz freigehalten und selbstverständlich immer ein Bier mitbestellt, welches auch immer geleert wurde – nicht wahr, Manfred?!

1968 machten die 69er ihre erste Jahrestour nach St. Goar, in Uniform. Allen voran der amtierende König Alex Jansen. Dieser ersten Jahrestour werden im Laufe der Jahre noch einige folgen, denn die 69er sind eine reiselustige Kompanie, immer bemüht sich an möglichst vielen Orten ins Gespräch zubringen und zuhalten.

1969 wurde der erste Vogelschuss durchgeführt, die Ära des Vogelputzens war, was die 69er betrifft, damit zuende.

Vogelschuss, das heißt; Auf ca. 10m Abstand wird mit dem

Luftgewehr auf einen Holzvogel bzw. auf

die Holzstange, auf welcher der Vogel sitzt,

geschossen. Wer den Vogel restlos

abschießt ist König. Bei den 69ern schießt

jedes Mitglied, die Reihenfolge wird durch

Los entschieden. Es gibt keine Königsbe-

werber.

Josef Janssen schoss den Vogel von der Stange und war somit erster König durch Vogelschuss.

1970 holte Wilhelm Metzer den Vogel von der Stange und errang die Königswürde. Es wurden die Könige der Gastvereine und die Kompanie zum Frühstück auf dem Hof der Untereickener Strasse 50 empfangen und bewirtet. Dieser Hof wird in den späteren Jahren auch zum Haus-Nr. 48 gehören, aber weiterhin oftmals für den gleichen Zweck herhalten müssen.

1971 hieß der König Peter Janhsens und die 69er beschlossen es wäre an der Zeit eine neue Fahne anzuschaffen, da das Bettuch nun doch schon einige Jahre auf dem Buckel hatte. Die neue Fahne in der Grundfarbe grün trug das Wappen der 69er, natürlich in den Vereinsfarben blau und rot. (Auch diese Fahne ist hier ausgestellt) Sie wurde zum 10-jährigen Vereinsbestehen mit einem, vom amtierenden König gestifteten, Fahnenwimpel geschmückt.

1972 kam es zur Wiedergründung des Bürgerschützenverein St. Franziskus MG-Untereicken 1934 e.V. dem die 69er Ehrenbreitstein seit dem korporativ angehören.

Der Kompaniekönig der 69er hieß in diesem Jahr Lorenz Heitzer. Wahrscheinlich kann er sich auch noch an diese komische Geschichte mit „Mac Ei“ und „Mac Dotter“ erinnern. Die 69er eigentlich immer zu Scherzen aufgelegt hatten sich mal wieder etwas einfallen lassen um ihre Mitmenschen zu veräppeln.

Sie setzten eine Annonce in die Zeitung; frische Eier zu verkaufen

Zweidottereierfarm

Untereickener Str. 50

Über Nacht, bzw. in den frühen Morgenstunden wurden überall Wegweiser zur Zweidottereierfarm aufgestellt und zwar von den (Zitat – Manfred Fabritz) „jungen Burschen“.

Der Erfolg war grandios der Andrang auf die, natürlich bei den ahnungslosen Metzers, nicht vorhandenen Eier war riesengroß, und der Spaß bei den Initiatoren dieses Scherzes natürlich auch.

1973 wurde ein Schütze König der nicht mehr in Eicken, sondern in Holt wohnte, Erich Spenrath, (Gründungsmitglied, also 40 Jahre aktives Mitglied der 69er). Aber wehe dem der glaubt das wäre ein Problem gewesen. Da nicht alle Schützen anlässlich der Kirmes nach Holt kommen konnten wurde die zünftige Feier einfach zu Mutter Spenrath auf die Künkelstrasse verlegt.

1974 ernannte der amtierende Kompaniekönig, Willi Hamanns, einmalig in der Geschichte der 69er, zwei Minister. Manfred Fabritz und August Müller waren die beiden auserkorenen. In den Jahren danach wird der Kompaniekönig wieder alleine regieren, es sei denn er ist auch BSV-König, dann stehen ihm in dieser Eigenschaft natürlich Minister zur Seite. Dies wiederum hat aber nichts mit der Königswürde der 69er zu schaffen, wobei es sich auch nicht generell trennen lässt.

1975 war Peter Janhsens wieder ein mal König der 69er und wie in seinem ersten Königsjahr (1971, neue Fahne) gab es wieder etwas Neues, bzw. gleich zwei Neuerungen.

In diesem Jahr erfanden die 69er den Bierdeckelkönig, seitdem eine Tradition.

Der Bierdeckelkönig wird jedes Jahr zur Kirmes am sogenannten „Pratschtag“ ermittelt. An diesem traditionellen Tag, früher immer Kirmesmontag in den letzten sechs Jahren Dienstag, ziehen die 69er durch die Untereickener Gaststätten. Während dieser Besuche wird der Bierdeckelkönig ermittelt. Man bildet einen Kreis und ohne jede Absprache (wer’s glaubt…) wird ein Schütze von allen angesehen, dieser ist dann Bierdeckelkönig. Als äußeres Ehrenzeichen erhält der König ein Königssilber in Form eines Bierdeckels. Der Bierdeckelkönig wird an diesem Tag hofiert wie ein König, er zahlt aber auch so.

Weiterhin war neues Outfit angesagt, wegen der Häufigkeit der Auftritte ließ sich das Leihen der blau-roten Uniform nicht mehr rechnen. Diese jedoch neu zu kaufen war damals und ist immer noch recht kostspielig.

Es wurden neue graue Jägerröcke angeschafft, die Vereinfarben blieben jedoch blau-rot und sind es auch heute noch.

Auch die per Losentscheid gewählte Bäukönigin des Jahres 1975 kam aus den Reihen der 69er, es war Käthe Janhsens, die Gattin des Kompaniekönigs. Man könnte meinen er hätte den Vogel nur abgeschossen um nicht „Bäuremmel“ sein zu müssen.

1976 auf der Vorstandsitzung vom 19. Februar wurde die Kleiderordnung zur neuen Uniform schriftlich wie folgt festgelegt; schwarze Schuhe, schwarze Strümpfe, schwarze Hose, weißes Hemd, dunkelgrüne Krawatte (damals mit Eichenblatt), grauer Trachtenrock, dunkelgrüner Hut und weiße Handschuhe.

Die Farbe schwarz, insbesondere bei Strümpfen, schien damals wie heute recht schwer zu diffinieren. So kam es immer mal vor das die Strümpfe des ein oder anderen dunkelbraun, dunkelgrau, dunkelgrün oder dunkelblau waren. Einer jedoch schien von einem besonders schweren Fall von Farbenblindheit befallen, seine Socken waren gerne schon mal Sonnengelb. Was besonders schlimm war, da es sich um den Spieß der 69er handelte.

In diesem Jahr war Lorenz Heitzer Vorsitzender der Kompanie. Als er auch noch die Königswürde errang, löste ihn Erich Spenrath als Vorsitzender ab.

Zu Karneval hatten die 69er einen eigenen Wagen für den VDZ gebaut, sie bevölkerten diesen als Außerirdische.

Im gleichen Jahr wurde der von den 69ern eigenhändig gebaute Schießstand eingeweiht und in Betrieb genommen. Aus diesem Anlass veranstalteten die 69er ein großes Preisschießen an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im damaligen Vereinlokal, Gaststätte Hans Cremers, vielen vielleicht noch bekannt unter dem Namen „Babucke“. Hier wurden diverse Sachpreise ausgeschossen.

Ganz schön was los gewesen im Jahr des 15-jährigen Bestehens.

1977 war Hermann Röhlen König und unter dem Vorsitz von Wilhelm Metzerfing die Jugendarbeit der 69er an.

Sportschiessen (vornehmlich LUFTGEWEHR) prägte die Kompanie sehr stark. Um an Rundenwettkämpfen und Meisterschaften teilnehmen zu können wurde die Aufnahme in den Rheinischen Schützenbund beantragt, hier wurden die 69er 1977 als 26. Verein im Kreis Mönchengladbach aufgenommen.

Die weniger guten bzw. weniger motivierten Schützen innerhalb der 69er gründeten eine, von ihnen selbst so genannte, Seniorengruppe. Diese traf sich ein- bis zweimal in der Woche zum, nein nicht zum schießen, zum Kartenspielen (natürlich für die Kasse).

Das Schießen ist immer noch das Steckenpferd der 69er, davon können die Teilnehmer des jährlichen Pokalschießens des BSV St. Franziskus Untereicken sicherlich ein Lied singen, oder zwei, oder drei….

1978 schoss Dieter Baues den Vogel von der Stange und wurde Kompaniekönig. Diesmal wurde die entsprechende Feier zur Bäukirmes auf dem Schießstand des neuen Vereinslokal, der Gaststätte Bongs, abgehalten.

In diesem Jahr wurde Wilfried Zerressen Vorsitzender der Kompanie, er hätte am Liebsten gleich wieder die Traditions-Uniform eingeführt, erhielt aber auf Grund der bereits erwähnten Gründe keine Mehrheit.

1979 wurde dann aus dem Vorsitzenden Wilfried, natürlich per Vogelschuss, der Kompaniekönig und Wilhelm Metzer übernahm wieder den Vorsitz. Jetzt zahlte sich die intensive Jugendarbeit der 69er langsam aus, die ersten Jugendlichen waren 16 Jahre alt geworden und konnten somit aktiv in die Kompanie aufgenommen werden.

1980 diesmal trug die Königswürde einer der sich in diesem Jahr mehrere Sachen vorgenommen hatte, Charly Metzer. Als Wehrdienstleistender König zu machen ist sicher gar nicht so einfach, doch Charly setzte dem ganzen noch die Krone auf in dem er in diesem Jahr heiratete.

Hier sei noch lobend zu erwähnen, dass er trotz Bundeswehr nur einen einzigen Auftritt der 69er verpasste, aber Dienst ist Dienst…

Der erste Ausflug der 69er zu den Schützen nach Ehrenbreitstein fiel ebenfalls ins Jahr 1980, allerdings fuhren die Männer allein zu diesem Besuch. Das sollte sich zwei Jahre später ändern.

1981 kam die Bäukönigin wieder aus den Reihen der 69er, diesmal hatte das Los sich für Lilly Metzer entschieden. Und beim Vogelschuss holte sich dann Wilhelm Metzer wieder einmal die Kompaniekönigswürde, scheinbar mochten die 69er damals noch keine Allein-Herrscherinnen, oder soll sie tatsächlich nur das inoffizielle Amt des „Bäuremmel“ gestört haben.

Dieses Mal besuchten die Schützen aus Ehrenbreitstein die 69er in Untereicken.

Zur Kirmes hatten die aktiven 69er noch ein Mal die Traditions-Uniformen ausgeliehen und getragen, aus gegebenem Anlass – 20-jähriges Vereinsbestehen.

Gefeiert wurde am 23. Mai 1981 auf einem Jubiläumsball mit geladenen Gästen bei dem alle Mitglieder und verdiente Personen ein Andenken in Form eines geschnitzten Holztellers erhielten. Am nächsten morgen war ein Jubiläumsempfang auf dem, mit Hilfe des städtischen Gartenamtes hergerichteten, Platz an der Hohenzollern/Eickener Strasse, besser bekannt unter „Tankstellwiese“. Dort fand ein Platzkonzert statt und es gab Freibier, welches in Gläsern mit 69er Wappen ausgeschenkt wurde. Zu diesem Anlass wurde die heute noch dort stehende alte Gaslaterne aufgestellt.

1982 wurden wieder die Ehrenbreitsteiner anlässlich eines großen Festes besucht, beim dortigen Gästekönigschießen hat der Kompaniekönig, Manfred Fabritz, mal kurzer Hand auch diesen Vogel von der Stange geholt. Ganz nach dem Motto; zwei Titel sind besser als gar keiner.

Einige der 69er haben in Ehrenbreitstein Unmengen von Wein wegetrunken, zu ihrem Leidwesen mussten sie feststellen das sie die von ihnen geleerten Flaschen auch zahlen mussten, welche Überraschung!

Am Kirmesmontag, zu dieser Zeit noch vormittags Klumpenball und abends Prunkzug, musste ja die Zeit dazwischen überbrückt werden. So kam es das die 69er auch am Montagnachmittag fast vollzählig in Manfreds Keller saßen. Da es Suppe gegeben hatte, lag hier und dort noch ein unbenutzter Plastiklöffel rum. Was die Musikalität einiger ansprach, es wurde wie so oft gesungen und diesmal wurde der Gesang rhythmisch begleitet. Ehe man sich versehen hatte hielt jeder, der nur in etwa dazu in der Lage war den Takt zu halten, ein Löffelpaar in der Hand. Alle waren so sehr in die Musik der „Suppenlöffel Big Band“ vertieft das sie die Zeit vergaßen. Als dann doch alle nachhause gingen um sich für den Prunkzug fertig zu machen, kamen ihnen die Damen der anderen Kompanien bereits im Abendkleid entgegen. Aber der Prunkzug ist nicht ohne 69er gezogen und war auch noch fast pünktlich unterwegs.

1983 hieß der Kompaniekönig Friedel Pannhausen, die damals traditionelle Suppe für den Kirmessonntag, wurde, was einmalig in der Geschichte der 69er passierte, über Nacht sauer. Aber wer jetzt glaubt das Mittagessen wäre ausgefallen der kennt die 69er schlecht. Mit vereinten Kräften und allerlei Zutaten aus dem Hause Heitzer wurde kurzfristig in der Backstube eine neue Suppe gezaubert, (was da alles drin war will wahrscheinlich gar keiner so genau wissen) aber geschmeckt hat sie hervorragend.

1984 schoss Wilfried Zerressen den Vogel von der Stange. Zu dieser Zeit wohnte er in einem der beiden Vorderflügel der Grundschule Untereicken, also Platz genug für die Kirmesfeierlichkeiten. Platz war auch von Nöten, da zur Kirmes auch die Freunde aus Ehrenbreitstein wieder angereist waren.

Auch hier wurde wieder kräftig gesungen und getrommelt, ohne Löffel mit blanken Fingern. Die Ursache dafür das die 69er so gerne singen, und auch zu jeder Gelegenheit ein Lied auf den Lippen haben, liegt wahrscheinlich in der Gründerzeit des Vereins – von wegen Kirchenchor und so.

1985 wurde Detlef Brunen Kompaniekönig und Lorenz Heitzer Vorsitzender und Monika Zerressen, die Königin sein im Vorjahr geübt hatte, wurde Bäukönigin und beim dritten Anlauf hatten die 69er auch einen „Bäuremmel“.

Das traditionelle Mittagessen fand auf dem Hof des Hauses Untereickener Str. 52/54 statt, hier wurde zu diesem Anlass erst einmal die Mauer vor dem Haus rot und blau angestrichen. Man sollte schließlich gleich erkennen wer hier feierte. Wegen des Malörs mit der Suppe zwei Jahre zuvor stand hier erstmalig etwas anderes auf dem Speiseplan, alle Schützen die mit der Zubereitung des Mittagessens zu tun hatten waren im nachhinein gut zu identifizieren. Es wurde gegrillt und dies war an den weißen Hemden der Schützen, in Form von kleinen Brandlöchern, gut zu erkennen.

Das 25-jähruge Vereinsjubiläum wurde im Pfarrheim mit einem Empfang und in der Eickener Mehrzweckhalle mit einem großen Jubiläumsball gefeiert.

Dieser Ball war auch der Startschuss zu den bereits überregional bekannten Krönungsbällen in der Eickener Mehrzweckhalle.

(Diese Krönungsbälle glänzten nicht nur durch ausgezeichnete Bands und Stargäste, sondern auch durch die anerkannt gute Gastronomie. So war es schon immer üblich das es neben ausgesuchten Cocktails in den diversen Mottobars ein Essen gab, das mit jedem Restaurant mithalten kann. Das eingebaute Handicap – brachte schon der Termin Oktober/November mit sich – das Wetter! Trotz perfekter Ausstattung hinter der Eickener Mehrzweckhalle musste so mancher Koch und Küchenhelfer schon einmal mit Wintergarderobe, von Handschuhen bis Wollsocken, seine Arbeit verrichten. Kaum ein spitzen Koch kann von sich behaupten bei -10°C schon einmal 350 Essen vorbereitet und angerichtet zu haben.

Die herrlich geschmückten Mottoveranstaltungen wurden schon seit mehreren Jahren von Hans Oellers dekoriert, er hat sich jedes Mal (kaum zu glauben) wieder überboten. Für den 24. November diesen Jahres hat er ebenfalls eine tolle Deko versprochen. Beim Country-Krönungsball wird wieder für jeden etwas geboten.)

1986 endlich hat es geklappt ein 69er konnte den Vogelschuss des BSV für sich entscheiden, Lorenz Heitzer. 1. Minister war Kurt Bovelet und 2. Minister Erich Spenrath. Und als ob Fortuna die 69er plötzlich liebgewonnen hätte machte sie Monika Bovelet zur Bäukönigin.

Beim Kränzen wurde das Tor der Bäckerei Heitzer an der Untereickener Strasse besonders geschmückt. Ein riesiges grünes Schild auf dem, natürlich aus roten und blauen Röschen gefertigt, zu lesen war: „Hier backt der König selbst“.

Wegen Königswürde und Bäckerbürde legte Lorenz das Amt des Vorsitzenden nieder, Nachfolger wurde Peter Kotte.

1987 wurde wieder auf der Untereickener Strasse gefeiert, denn der Kompaniekönig hieß Ralf Schmitz. Maueranstrich rot-blau zweiter Teil. Wahrscheinlich wurden Ralfs Ambitionen zum DJ in dieser Zeit geprägt. In dieser Eigenschaft ist er heute bei vielen Veranstaltungen kaum ersetzbar.

Auch die Bäukönigin war aus den Reihen der 69er. Waltraud Metzer (zum 1.).

Zum Kirmesmontag, an dem nun abends nicht mehr aufgezogen wurde, lud die Bäu „ihre“ Kompanie zum gemütlichen Ausklang. Vor dem Kränzhaus war ein Schwenkgrill aufgestellt worden auf dem Haxen gegrillt wurden, irgend welche widrigen Umstände führten dazu das dieser ansonsten recht zuverlässige Grill umkippte. Doch keine Panik in minutenschnelle war er wieder aufgerichtet und die Haxen, selbstverständlich so was von gereinigt (Die hätten jeder Lebensmittelkontrolle standgehalten) wieder aufgelegt. Da keine Beschwerden eingegangen sind, geht man davon aus das es allen Geschmeckt hat.

Der Vorsitzende Peter Kotte blieb in der ersten Jahreshälfte noch im Amt, auf der Jahreshauptversammlung wurde Detlef Brunen zum neuen Vorsitzenden gewählt und bis heute durchgehend wiedergewählt.

1988 errang Detlef Brunen mal wieder den Kompaniekönig, diesmal feierte man vor dem Haus der Untereickener Strasse 36. Quer über die Strasse wurde ein Zelt aufgestellt. Alle Nachbarn waren einverstanden wurde ihnen doch garantiert das sie jederzeit, außer Kirmessonntagmorgen während des Frühstücks und während des Mittagessens, durch dieses Zelt fahren konnten. Es kam wie es kommen musste, alle Gäste hatte gerade im Zelt Platz genommen, da fiel einem Nachbarn ein, das sein Hund Gassi musste, was zu Fuß natürlich weder dem Hund noch dem Nachbarn zu zumuten war.

Das äußere Erscheinungsbild der 69er wurde in Form von neuen Uniformen verbessert.

Jetzt trägt der „Schützejunge“ grün und hat noch eine Menge Utensilien zur Kleiderordnung hinzubekommen und mitzuführen, wie etwa Flaschenöffner und Zigarettenpfeife. (letztere wurde irgendwann wieder abgeschafft, weil nicht alle Mitglieder eine hatten)

1989 wieder ein „großer“ sprich BSV-König aus den Reihen der 69er. Diesmal hatte Wilfried Zerressen den Vogel von der Stange geschossen und die Schützen, Manfred Fabritz zum 1. und Kurt Bovelet zum 2. Minister ernannt.

Dieses Gespann rief, anlässlich ihres Königsjahres, die Weihnachtsfeier im Altenheim Thüringerstrasse ins Leben, sie sorgten für Musik und Bewirtung und das der Nikolaus kam und auch allen etwas mitbrachte. Diese Weihnachtsfeier wurde viele weitere Jahre von den dreien durchgeführt.

1990 die Bäukönigin heißt Helga Fabritz, am Kirmesmontag wurde sie samt ihrer Vorgängerinnen, im wahrsten Sinne des Wortes, sitzen gelassen. Der Zug war von ihrer Residenz weggezogen und der Hauptmann des BSV hatte die Hauptpersonen vergessen, kann doch mal passieren?!

Kompaniekönig in diesem Jahr war Ralf Schmitz, der seinen Geburtstag, welcher sehr oft in die Nähe des Fahnenhissens fällt, anlässlich des Königsjahres recht groß feierte. Also machte die Kompanie sich nach dem Fahnenhissen auf zum feiern zur Süchtelner Straße, dort wohnte Ralf zu dieser Zeit. Umziehen schien einige Jahre ein besonderes Hobby von ihm zu sein, aber egal wie oft es auch war die 69er waren unermüdlich Möbelpacker, auch bei anderen Wohnungswechseln.

Die zur Zeit aktuelle Fahne der 69er wurde in diesem Jahr neu angeschafft und während der Kirmesmesse am Samstag geweiht.

Das 30-Jährige Vereinsjubiläum wurde nicht gefeiert, was nicht bedeutet das es nichts zu feiern gab. In diesem Jubiläumsjahr veranstalteten die 69er erstmals mit der Grenzkompanie gemeinsam das Untereickener Straßenfest.

Die Jahrestour der 69er (mit Frauen)ging ins Sauerland nach Schieder, der sportliche Höhepunkt dieser Reise war eine Bootsregatta (ein gemeinsamer Herbstspaziergang führte an einen Tretbootverleih, und wer die 69er kennt kann sich den Rest dieser Geschichte wohl ziemlich gut vorstellen)

1991 wurde wieder auf der Untereickener Strasse gefeiert diesmal vor und hinter und neben dem Haus Nr. 51 hier wohnte der Kompaniekönig Hans Tillmann. Auch die Bäukönigin Birgit Brunen feierte dort. Den Auftakt machten sie gemeinsam mit einem Fest zur Kränzbesprechung, zu dem alle Nachbarn und Kompanien geladen waren.

1992 feierte der Kompaniekönig, Frank Kremers, vor dem Kränzhaus was ihm als Kränzmeister des BSV rangmäßig zustand. In dem villenähnlichen Gebäude an der Untereickener Strasse lagert und verwaltet er zusammen mit Charly Metzer, ebenfalls Kränzmeister, schon seit einigen Jahren das Kränzmaterial (Fähnchen, Zeltschmuck, Königsschilder, Blumenkästen, etc.)

In diesem Jahr führte die Jahrestour an die Mosel. Bei einer Weinprobe wurden Bacchus und Weinkönigin gewählt natürlich waren sie aus den Reihen der 69er, sonst würden sie doch jetzt hier nicht erwähnt. Bacchus wurde Frank Götzen, ausnahmsweise mal eine Auszeichnung die nichts mit Schießen zu tun hatte. Die bezaubernde Weinkönigin hieß Annelie Dernbach.

Und da war da noch eine Ernennung, der Gattin des damaligen Spieß, Gisela Bongartz, wurde ein lang gehegter Wunsch erfüllt, sie wurde 69er Schülerprinzessin auf Lebenszeit.

1993 BSV- König Charly Metzer ernannte Jürgen Kempkens zum 1. Minister und Harald Heltewig , Mitglied der Grenzkompanie, zum 2. Minister.

Fortuna hatte beim Losentscheid zur Bäukönigin wieder die Finger im Spiel, so wurde die Frau des 1. Ministers, Lydia Kempkens, aus dem Hut gezaubert.

Dieses Königsgespann hatte die Idee und legte den Grundstock für das spätere Saalsilber des BSV-Königs.

1994 stellten die 69er wieder das BSV-Königsgespann; König Lorenz Heitzer,

1. Minister Detlef Brunen und 2. Minister Friedel Bongartz.

Welcher Kompanie gehörte wohl die Bäukönigin, Marion Pannhausen, (geb. Brunen) an?

Um dem ganzen aber noch eins draufzusetzen schoss Simone Brunen den Vogel, beim Jungkönigschießen des BSV, von der Stange.

Zum Biwak gab es Rührei für alle, mittags wurden Fische und Roastbeef auf der Untereickener Strasse gegrillt.

Das vorab erwähnte Saalsilber wurde angeschafft und dem BSV übergeben.

Es stand wieder eine Jahrestour an, diesmal eine Schiffstour. Während der Busfahrt nach Kiel musste einigen Mitreisenden mehrfach versichert werden das es sich bei dem Schiff mit welchem es nach Oslo ging, um ein Kreuzfahrtschiff und nicht um eine Fähre handelte. Als dann alle beruhigt waren und der Reisebus in den Kieler Hafen einfuhr, konnte man gerade noch beobachten, wie an der Ro-Ro Autofähre das Bugtor zugeschweißt wurde. Natürlich sind trotzdem alle mitgefahren.

Sehr zur Belustigung aller Passagiere fand auf dem Oberdeck wieder einmal etwas sportliches statt. Von einem ordentlichen „Jetegericht“ verurteilt, mussten Charly Metzer und Andreas Dernbach, bei nicht ganz +6°C joggen, selbstverständlich in kurzen Sporthosen und Sporthemd, sehr gesund und gut für die Figur.

In Oslo, was, wie mittlerweile alle wissen sollten, nicht in Schweden liegt, wurde unter anderem die Skisprungschanze am Holmenkollen besucht, hier erwies es sich als besonders gut das diese nicht für Touristen freigegeben war. Wer weiß was die 69er dort ausgeheckt hätten und wen sie gefunden hätten, sich dort herunter zu stürzen.

>>> (Ach ja Frau Fabritz, in welchem Land liegt denn nun Oslo?) <<<

Eine Beschwerde des Kreuzfahrtmanagers erhielten die 69er weil sie ihre Showeinlagen erst kurz vor dem Anlegen im Heimathafen zum Besten brachten. Er hätte die Truppe gerne verpflichtet, dem stand eigentlich auch nichts entgegen außer das keiner mehr Urlaub hatte.

1995 auch diesmal kam der BSV-König aus den Reihen der 69er. Michael Heitzer musste auch ganz normal am Vogelschuss teilnehmen und den Vogel abschießen, den die Königswürde des BSV kann nicht vom Vater an den Sohn weitergereicht werden. Die Minister waren Stephan Heitzer (den Namen können sie sich schon mal für das nächste Jahr der Chronik merken) und André Brunen.

Die Königswürde zu erringen war für Michael eine leichte Übung, war und ist er doch auch beim Pokalschießen immer recht erfolgreich, auch in der Einzelwertung hatte er schon die Nase vorn, na ja ein 69er halt.

Ende 1995 wurde das bisherige Verkehrslokal der 69er die Gaststätte Haus Klingen zum offiziellen Vereinlokal. In dem Wirtspaar Elisabeth und Rolf fanden die 69er immer tolle Unterstützung in jeder Form. Und die Drohung der beiden das Lokal aufzugeben haben sie dankenswerterweise bis heute nicht wahrgemacht. Hoffentlich bleiben das Lokal und besonders Elisabeth und Rolf als Wirtsleute den 69er noch ein paar weiter Jahre erhalten.

1996 hatte die Kompanie in Stephan Heitzer einen würdigen Kompaniekönig, längst vergessen war die Zeit in der er immer gesagt hat er wolle nie 69er werden. Einmal wollte er mit den schwarzen Männern aufziehen, aber seine Frau und einige andere Frauen der 69er konnten ihn überzeugen, das schwarz nicht seine Farbe war. Seit dem ist er 69er mit Leib und Seele. Man sollte also niemals nie sagen.

Auch die Bäukönigin kam wieder einmal aus den Reihen der 69er, ein Moment Mal den Namen hatten wir doch in dem Zusammenhang schon einmal (1987) Waltraud Metzer, wie sie das geschafft hat, die bisher einzige Dame, die 2x Bäukönigin war.

Die erste Jahrestour per Flieger führte in die Türkei, ins schöne Istanbul, mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten.

Wegen des Dauerregens konnte man dort an jeder Straßenecke neben T-Shirts (in allen Größen, sogar bis XXXL) auch Regenschirme, von den Verkäufern liebevoll „Uuumbreeella“ genannt, kaufen natürlich alles zum Freundschaftspreis und vorzugsweise in D-Mark. Die T-Shirts entpuppten sich schnell als Mitbringsel für Kleinkinder (auch die in XXXL), die Schirme hingegen sind heute noch in bester Ordnung, sofern sie nicht geöffnet wurden. Der Reisebus war dem Regen wohl nicht so ganz gewachsen und bescherte die Fahrgäste stellenweise mit fließend Wasser aus der Lüftung.

Mit ihren Hang ständig ein Lied auf den Lippen zu haben, waren die 69er in Istanbul sogar dazu in der Lage ein recht großes Lokal bzw. die anwesenden Gäste, die Hauskapelle, sowie das komplette Personal einschl. Koch in ein riesiges Sangesspektakel zu verwickeln.

Auch anlässlich der Bäukirmes haben sie schon so manches Mal ihr Talent, auch auf schauspielerischer Ebene, unter Beweis gestellt.

Während einer Schiffstour über den Bosporus waren die 69er wieder einmal in ihrem Element, es gab ein Fest zu organisieren. Erst mal gab es ein Gespräch mit dem Kapitän wegen der Zeremonie, kurzfristig mussten noch Ringe angefertigt und ein Brautschleier aufgetrieben werden. Dann war es endlich soweit, der amtierende Fähnrich wurde auf dem Bosporus mit seiner Braut getraut, eine schöne herzergreifende Hochzeit, die natürlich auch vor einem deutschen Standesamt bestätigt wurde.

1997 normalerweise wird um die Königswürde der 69er immer mit fairen Mitteln gekämpft. Aber zu diesem Vogelschuss kam Friedel Bongartz zu spät, er musste noch ins Krankenhaus sich eine Spritze geben lassen, als er im Vereinslokal ankam war er auch schon bald an der Reihe auf den Vogel zu schießen. Und was macht der Kerl, legt an, zielt, zieht ab und bums liegt der Vogel unten. Wer weiß was in dieser Spritze war. Auf A- und B-Probe wurde jedoch seitens der Mitstreiter verzichtet.

Anlässlich seines Königsjahres führte Friedel, eigentlich von allen Bobo genannt, der Kleiderordnung der 69er ein weiteres Teil zu. Er verteilte Hosenträger (natürlich rot-blau) an alle aktiven und auch an zwei verdiente Leute. Seither ist das Tragen dieser Hosenträger Pflicht. Zuwiderhandlung bzw. Vergessen wird mit Strafe nicht unter zehn Mark geahndet.

!!!!!!!!!! (Rolf schau mal unter dein Sakko, trägst du sie?) !!!!!!!!!!

1998 wollte Michael Heitzer mal wieder ran, und der gibt sich ja mit dem Kompaniekönig nicht zufrieden. Seine Minister waren sein Bruder Stephan (wie bereits 1995) und Sascha Meels.

Die eigentlich anstehende Jahrestour fand aus wettertechnischen Gründen im Frühjahr des folgenden Jahres statt.

1999 gab es eine Besonderheit im BSV die so noch nie dagewesen war.

Drei Generationen männliche Mitglieder einer Familie in Amt und Würden;

König des BSV und Vater des 69er Königs: Willi Kempkens

Kompaniekönig und Vater des Jungkönigs des BSV: Jürgen Kempkens

Jungkönig: Marco Kempkens

Die verschobene Jahrestour führte die 69er nach Bayern zum verschneiten Spitzingsee, mit Ausflug nach München.

1 Maß, 2 Maß, 3 Maß…. Lurja, sog‘ i (original Zitat – Sascha Meels), nicht das jetzt jemand meint die 69er wären nur im Hofbräuhaus gewesen, nein, nur einmal und gar nicht so lange. Im Gegenteil bei dieser Reise stand der Sport an erster Stelle. Während die einen sich die Pisten herunter stolperten (alles Autodidakten) belegten andere einen Skikurs. Beim Skikurs war das „Gestolpere“ ähnlich allerdings mit Anleitung. Dann waren da noch die ganz harten Jungs und Mädels, diese hatten sich zum „strong walking“ Richtung Firstalm aufgemacht, einigen von ihnen äußerten anschließen; wenn sie das gewusst hätten wären sie auch Ski gelaufen da hätte man wenigstens eine Strecke mit dem Lift fahren können.

Beinahe wären die 69er dort eingeschneit, was sie allerdings gut für weitere 3-4 Tage hätten verschmerzen können. Doch plötzlich und unerwartet hatten die Räumer die Straße doch freibekommen und es musste fast planmäßig abgereist werden. Es fuhren alle mit nachhause und man höre und staune keiner trug einen Gips.

Auf der bereits erwähnten „Tankstellwiese“ stellten die 69er 1999 (und 2000) einen Tannenbaum mit Beleuchtung auf, dieses wurde von einer Adventfeier (mit Glühwein und Reibekuchen und Basteleien für die Kinder) begleitet. Somit hatten sich die 69er wieder des Platzes angenommen, was die Instandhaltung und Pflege angeht, seither wird dort regelmäßig gemäht und soweit es möglich ist die Hinterlassenschaften vieler Vierbeiner entfernt.

2000 König der 69er und des BSV war Detlef Brunen seine Minister waren die Brüder Charly und Max Metzer. Viele schöne Dinge erlebte das Königsgespann während des ganzen Jahres. Im Zelt führten sie mit schauspielerischer Höchstleistung ein „Puppentheater“ über ein Königsjahr auf. Aber woran werden sich die Leute später erinnern? Nicht daran das bis auf einen Tag wunderschönes Kirmeswetter war. Nein, wahrscheinlich wird man immer nur von dem verregneten Kirmessonntag reden.

2001 erstmalig wurde ein Nichtmitglied (was nicht ist kann ja noch werden) Kompaniekönig der 69er. Das BSV Königsgespann mit König Walter Wietecka, 1. Minister Dietmar Mroos und 2. Minister Josef Banasch (alle schwarze Männer) hatten die 69er zur Königskompanie ernannt. Deshalb beschlossen die 69er auf einer Mitgliederversammlung in diesem Jahr keinen Kompaniekönig auszuschießen, da man nun mal keinen zwei Herren dienen kann. Somit wurde Walter zum, heute noch, amtierenden Kompaniekönig der 69er. Trotzdem hielten die 69er einen Vogelschuss ab, geladene Gäste schossen um die Würde des Gästekönigs der 69er, dies wurde und ist Jürgen Ponto von der KG Stadtmitte.

Zur Bäukirmes diesen Jahres bleibt eigentlich nur zu sagen, alles prima gelaufen. Das Wetter Spitzenklasse, war ja auch Wetter für zwei Jahre.

Generell ist die Bäukirmes schon immer der Höhepunkt eines jeden Jahres für die 69er. So sind sie nicht nur durch z. Zt. sechs Vorstandsmitglieder im BSV aktiv an Vorbereitungen und Organisation beteiligt, sondern auch durch viele weiter Mitglieder beim Festbuch, Kränzen, etc. Hier und bei allen anderen Veranstaltungen sind die 69er Frauen nicht wegzudenken, so wird in diesem Verein gemeinsam angepackt, geschmückt, gekocht, gekellnert aber auch gefeiert. Bei organisatorischen Aufgaben sind die 69er Frauen mit Rat und Tat zur Stelle.

Ja, Kirmes feiern das können die 69er, so sind sie, nutzen die Zeit von der ersten Musikminute bis zur letzten. Es kommt dann schon einmal vor, das das morgendliche Antreten zum gemeinsamen Sonntagsfrühstück etwas schwerer fällt. Wer es dann pünktlich nicht geschafft hat, darf sich natürlich mit einem Obolus an der Kasse beteiligen, hat aber auch gute Chancen Bierdeckelkönig zu werden.

Neben dem heutigen Empfang und dem Krönungsball im November gab es zum 40-jährigen eine Jubiläums-Rallye. Eine Art Orientierungsfahrt organisiert von zwei Aktiven und ihrem Anhang. Vor vier Wochen an einem Sonntagmorgen wurde sich im Vereinslokal getroffen und nach Startnummer im Zwei-Minuten-Takt gestartet mit Pkws natürlich. Alle Teams mussten durch Zählen von Notrufsäulen oder Bäumen den richtigen Weg finden und dazu Fragen beantworten. Wer sich im ersten Teil gut geschlagen hatte, an der richtigen Laterne abgebogen und auch 47a gefunden hatte, konnte zur Halbzeit eine ausgedehnte Mittagspause einlegen. Die Organisatoren reichten hierzu gekühlte Getränke und heiße Erbsensuppe. Die Teams die nicht so gut durchgekommen waren, hatten eben eine etwas kürzere Pause mit Getränken und warmer Suppe. Von dort ging es weiter, wieder nach Startnummer und zeitverzögert, in diesem zweiten Teil waren die eingebauten Spitzfindigkeiten der Organisatoren nicht geringer als im ersten. Aber alle Teams haben es zurück zum Vereinslokal geschafft und auch die meisten Fragen beantwortet. Kurz vor der Zieleinfahrt gab es noch verschiedene Aktionen wie Überholmanöver oder Ausbremser an grünen Ampeln. Dies war aber keinem der Beteiligten von Nutzen da die Zeit erst an dritter Stelle und nur bei Gleichstand gewertet wurde. Allgemeiner Tenor von allen Beteiligten war das dies sicherlich keine einmalige Sache bleiben wird sondern voraussichtlich schon im nächsten Jahr wieder stattfinden soll. Bei der Siegerehrung erhielten sowohl die drei erstplazierten Teams eine Urkunde und Sachpreise, wie auch das Schlusslicht-Team. Man sieht also mitmachen lohnt bei den 69er immer, wer keinen Preis bekommen hat, hatte immerhin einen vergnüglichen Sonntag.

Diese und viele weitere Aktionen, Traditionen und Anekdoten fördern das Vereinsleben und halten diese Gruppe zusammen. Vereinsleben muss in erster Linie Spaß machen und Spaß den haben sie, die z. Zt. 25 aktiven Vereinsmitglieder.

2002 Sascha Meels wollte als Kompaniekönig die 69er Uniform um einen Bestandteil bereichern, so besorgte er für alle Aktiven ein Holzgewehr. Ihm zuliebe haben die Kameraden das Holzgewehr zur eigenen Parade mitgeführt, aber zum dauerhaften Accessoire konnte es sich nicht durchsetzen.

2003 stellten die 69er mit Michael Heitzer den ersten Kaiser des BSV. Sein 1.Minister (Schwager) Sascha Meels und sein 2. Minister (Schwiegervater) Reiner Rücker komplettierten das Kaisergespann.

2004 hieß der Kompaniekönig Andreas Dernbach und im Oktober führte die Jahrestour an die Mosel nach Brodenbach, ins Hotel Anker. Dort hatten wir eine Halbpension inkl. Getränken zu den Mahlzeiten, allerdings mochte niemand, wirklich niemand, das Bier, das dort ausgeschenkt wurde.

2005 hatte Jürgen Kempkens, mit seinen Ministern Frank Götzen und Dietmar Mroos, die Königswürde des BSV inne und die Bäukönigin hieß, zum zweiten Mal nach 1991, Birgit Brunen. Gefeiert wurde in der letzten Kurve der Eickener Straße unter anderem mit einem Doppeldeckerbus

2006 war Sandra Heitzer Bäukönigin und obwohl sie ihren Mann gebeten hatte sich beim Vogelschuß der 69er zurück zuhalten hieß der Kompaniekönig Michael Heitzer.
Es ist halt so eine Sache – Michael und Vogelschuß Diesmal ging die Jahrestour, über den 1. Mai, nach Meerane in Sachsen, dort gab es u. a. eine Feuersteinparty.
Wechselte man am Hotel die Straßenseite war man in Thüringen

2007 Ralf Schmitz war Kompaniekönig und die Bäukönigin kam wieder aus denReihen der 69er, diesmal war es Nicola Jussenhoven.

2008 Andreas Turck hatte die Kompaniekönigswürde inne und Ute Schmitz setzte die kleine Serie der 69er Bäuköniginnen fort. In diesem Jahr feierten die 69er im
Pfarrgarten.

2009 Stephan Heitzer startete seine Kompaniekönigsserie und die Jahrestour ging im Oktober nach Aurich in Ostfriesland. Gegenüber vom Hotel war die Dorfdisco und zur happy hour gab es „Charly“ (Cola-Korn) für 60ct! Der sportliche Höhepunkt war das Boßeln, hier musste sich das Team des Kompaniekönigs mit dem 2. Platz zufriedengeben.

2010 Stephan Heitzer tat es seinem Vater und seinem Bruder gleich und reihte sich in den Kreis der BSV-Könige ein, unterstützt von seinen Ministern Detlef Brunen und André Jussenhoven. Mit Kirsten Götzen als Bäukönigin war das Gespann komplett.
Unvergessen wird wohl das Ritteressen, mit dem Trinkspruch „auf die Gesundheit“,
bleiben.

2011 hieß der Kompaniekönig wieder Stephan Heitzer. Zum 50-jährigen
Vereinsjubiläum stifteten die 69er ein Wappen für den Stadtteil Eicken.
Dieses Wappen wurde unter der Nummer 041/11790 in der
Wappenrolle „Münchner Herold“ registriert.

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2012 …und noch einmal Stephan Heitzer als Kompaniekönig. Gefeiert wurde wie in den letzten drei Jahren bei Stephan vor und im Haus. Ende März ging die Jahrestour zum Eurostrand nach Leiwen.

2013 der Kompaniekönig Reiner Rücker und die Bäukönigin Nicole Schütter feierten die Bäukirmes bei Reiner Zuhause.

2014 Max Metzer als Kompaniekönig und Annelie Dernbach als Bäukönigin starteten mit der 69er-Residenz im Kleingarten Spielkaulenweg.

2015 stellten die 69er wieder den „großen“ König in Person von Andreas Dernbach, auch er feierte, mit seinen Ministern Michael Heitzer und Andreas Turck, im Kleingartengarten Spielkaulenweg. Dies war naheliegend, da er dort Mitglied ist.
Anfang Mai führte die 69er-Jahrestour wieder an den Eurostrand in Leiwen.

2016 nach 19 Jahren war Friedel Bongartz wieder Kompaniekönig, diesmal ganz ohne Doping (sh. 1997) . Nicole Schlütter reihte sich in den Kreis der 69erinnen ein die zu zweiten Mal die Bäukönigin sein durften.

2017 war wieder Kaiserjahr mit Michael Heitzer und den Ministern Detlef Brunen und Stephan Heitzer. Bäukönigin Diana van Keppeln vervollständigte das Gespann.
Zum Fahnenhissen überraschte das Kaisergespann die 69er mit der Stiftung einer
neuen Fahne.

2018 Tim Schlütter, jüngster Kompaniekönig der 69er, wurde kurz vor der Jahrestour volljährig und durfte mit ins Clubhotel Hochsauerland nach Züschen. Hier war nicht alles zufriedenstellend, daher wurde als „wieder Gutmachung“ die Kompanie für das kommende Jahr in das neue Haus eingeladen.

2019 mit Kompaniekönig Lukas Metzer und Bäukönigin Diana van Keppeln (nun auch zu 2. Mal im Amt) führte die Jahrestour, wegen 2018, außer der Reihe wieder ins Clubhotel Hochsauerland. Diesmal in das neue Haus nach Winterberg-Hoheleye.

2020 BSV-König Marc van Keppeln, Bäukönigin Simone Brunen-Banasch, 1. Minister Detlef Brunen und 2. Minister Stephan Heitzer konnten noch das Dreikönigsessen (Casino Royal) im Januar ausrichten und feiern… dann kam
CORONA und es fand keine Bäukirmes statt. Auch die 20. Country-Party in der Eickener Halle musste ausfallen.

2021 das Gespann blieb im Amt und es konnte kurzfristig eine kleine verkürzte„Bäukirmes-light“ in Form eines Biergartens im Pfarrgarten gefeiert werden. Leider fanden, wegen der pandemischen Lage, keine Veranstaltungen zum 60-jährigen Vereinsjubiläum statt.